Lohnsteuerjahresausgleich Rechner 2026

SK I–VI · §42b EStG

Theoretische Jahres-Lohnsteuer berechnen und mit tatsächlich gezahlter Lohnsteuer vergleichen. Erstattung oder Nachzahlung sofort ermitteln.

Lohnsteuerjahresausgleich berechnen

Steuerklasse

Ledig, geschieden, verwitwet

Summe aller Lohnsteuer-Abzüge aus deinen Gehaltsabrechnungen (Januar–Dezember)

So funktioniert der Lohnsteuerjahresausgleich

Der Arbeitgeber berechnet am Jahresende die theoretisch korrekte Jahres-Lohnsteuer auf Basis des Jahresgesamtbruttos und der Steuerklasse. Da die monatlichen Lohnsteuerbeträge jeweils auf das Monatsgehalt hochgerechnet werden, entsteht oft eine Abweichung – besonders bei Einkommensschwankungen, Sonderzahlungen oder Steuerklassenwechseln.

Wann entsteht eine Erstattung, wann eine Nachzahlung?

Erstattung (zu viel gezahlt)

Jahresgehalt durch Krankheit niedriger
Beginn des Arbeitsverhältnisses unterjährig
Steuerklassenwechsel zu günstigerer Klasse
Monatliche Vorauszahlung zu hoch geschätzt
Werbungskostenpauschbetrag nicht voll ausgenutzt

Nachzahlung (zu wenig gezahlt)

Gehaltsanstieg im Jahresverlauf
Weihnachtsgeld/Sonderzahlung zu niedrig besteuert
Steuerklassenwechsel zu ungünstigerer Klasse
Sonstige monatliche Ungenauigkeiten
Progressive Steuerwirkung bei Gehaltssteigerung

Steuerklassen im Vergleich

Steuerklassen und ihre Freibeträge beim Jahresausgleich

SK ILedig, geschieden, verwitwetGrundfreibetrag 12.096 € + AP 1.230 €
SK IIAlleinerziehendZusätzlich Entlastungsbetrag 4.008 €
SK IIIVerheiratet, höheres EinkommenSplitting: 2 × EST(halbes Einkommen)
SK IVVerheiratet, gleiche EinkommenWie Klasse I (Einzelveranlagung)
SK VVerheiratet, geringeres EinkommenKein eigener Grundfreibetrag (beim Partner in SK III)
SK VIZweiter oder weiterer JobKein Grundfreibetrag, kein AP

Tipp: Zusätzlich Einkommensteuererklärung abgeben

Der Arbeitgeber-Jahresausgleich berücksichtigt keine Werbungskosten über 1.230 €, keine Sonderausgaben und keine außergewöhnlichen Belastungen. Mit einer freiwilligen Einkommensteuererklärung beim Finanzamt können diese Posten zusätzlich geltend gemacht werden – die durchschnittliche Steuererstattung beträgt rund 1.095 € pro Jahr.

Berechnungsbeispiel: Was der Arbeitgeber im Dezember erstattet

Jahresausgleich entsteht, weil Lohnsteuer jeden Monat auf das hochgerechnete Jahreseinkommen berechnet wird. Wenn das tatsächliche Jahreseinkommen durch Schwankungen niedriger ausfällt, ergibt sich eine Erstattung. Drei typische Szenarien:

SituationJahresbruttoTheor. korrekte LStTatsächlich gezahltErgebnis
SK I, gleichmäßiges Gehalt45.0006.4806.620+ 140(Erstattung)
SK I, 3 Monate krank (weniger Gehalt)36.0004.3105.520+ 1.210(Erstattung)
SK I, Gehaltserhöhung ab Juli52.0008.1007.680 420(Nachzahlung)

Vereinfacht, ohne SolZ und Kirchensteuer. Theoretische Lohnsteuer nach §42b EStG (Grundtarif 2026, SV-Pauschale 20,15 %, AP 1.230 €). Keine Werbungskosten berücksichtigt – dafür ist die Einkommensteuererklärung nötig.

Vergleich: Jahresausgleich vs. Einkommensteuererklärung

MerkmalArbeitgeber-JahresausgleichEinkommensteuererklärung
DurchführungAutomatisch durch ArbeitgeberSelbst (oder Steuerberater)
Werbungskosten✗ Nur Pauschbetrag 1.230 €✓ Alle tatsächlichen WK
Sonderausgaben✗ Nicht berücksichtigt✓ Riester, Spenden, Kirchensteuer
AuszahlungMit DezembergehaltNach Bescheid vom Finanzamt
Ø Erstattung100–300 €≈ 1.095 € (statistisch)

Häufige Fragen zum Lohnsteuerjahresausgleich

Passende Rechner