Steuerklassenwahl Rechner 2026

SK 3/5 · SK 4/4 · Ehegattensplitting

Welche Steuerklassenkombination ist für euch als Ehepaar besser? SK 3/5 oder 4/4 – Monatsnetto und Jahresausgleich direkt vergleichen.

Steuerklassenwahl für Ehepaare berechnen

Kirchensteuer

Verhältnis: Partner 1 verdient 67 % / Partner 2 verdient 33 %

Steuerklassen für Ehepaare – was wirklich zählt

Verheiratete Arbeitnehmer können zwischen mehreren Steuerklassenkombinationen wählen. Die Entscheidung wirkt sich auf das monatliche Nettoeinkommen beider Partner aus. Die wichtige Erkenntnis: Die jährliche Gesamtsteuerlast bleibt immer gleich – unabhängig von der gewählten Kombination. Denn alle Varianten nutzen das Ehegattensplitting.

Steuerklasse 4/4 – der ausgewogene Weg

Bei SK 4/4 zahlt jeder Partner monatlich Lohnsteuer nach dem Grundtarif auf sein eigenes Gehalt. Der Splittingvorteil wird erst bei der Steuererklärung realisiert – in Form einer Erstattung. Das macht SK 4/4 transparent: Beide Partner sind unabhängiger, monatliche Abzüge sind kalkulierbar. Ideal bei ähnlichen Gehältern (Verhältnis ca. 50/50 bis 55/45).

Steuerklasse 3/5 – Vorteil für den Hauptverdiener

Bei SK 3/5 bekommt der höher verdienende Partner die Steuerklasse 3 und zahlt sofort deutlich weniger monatliche Lohnsteuer – weil er den vollen Splitting-Vorteil bereits im Monat erhält. Der geringer verdienende Partner bekommt SK 5 und zahlt deutlich mehr Lohnsteuer, da kein Grundfreibetrag berücksichtigt wird. Am Jahresende gleicht sich die Gesamtlast aus. SK 3/5 lohnt sich besonders, wenn das Einkommensverhältnis mindestens 60/40 beträgt.

KriteriumSK 4/4SK 3/5SK 4/4 Faktor
Monatliche LohnsteuerGleichmäßig aufgeteiltSK3 niedrig / SK5 hochProportional aufgeteilt
JahresausgleichOft ErstattungCa. ausgeglichenKaum nötig
Ideal beiÄhnliche GehälterSehr unterschiedl. GehälterUngleich, aber fair
SteuererklärungEmpfohlenEmpfohlenPflicht
Jährliche GesamtsteuerIdentischIdentischIdentisch

Wann lohnt sich welche Steuerklasse?

Die Steuerklassenwahl hat keine Auswirkung auf die jährliche Steuerschuld – nur auf die monatliche Verteilung. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine bestimmte Wahl klar vorteilhafter ist:

SK 3/5 ist besonders sinnvoll wenn …

Ein Partner deutlich mehr verdient (Verhältnis ab 60/40)
Ein Partner in Elternzeit geht und Elterngeld bezieht – SK 3 erhöht das Elterngeld (wichtig: frühzeitig wechseln!)
Ihr kurzfristig mehr monatliches Netto für den Hauptverdiener benötigt (z. B. Immobilienkauf)
Ihr jährlich eine Steuererklärung einreicht und den Jahresausgleich gewohnt seid

SK 4/4 ist besonders sinnvoll wenn …

Beide Partner ähnlich viel verdienen (Verhältnis 50/50 bis 55/45)
Ihr keine Steuererklärung einreichen wollt
Unabhängigkeit bei monatlichem Netto wichtig ist (z. B. getrennte Konten)
Der Geringverdiener Lohnersatzleistungen (ALG, Krankengeld) bezieht – SK 5 erhöht hier den Steuersatz auf die Leistungen nicht direkt, aber SK 4 ist planbarere Basis

Wichtig bei Elternzeit: Steuerklasse beeinflusst das Elterngeld!

Das Elterngeld berechnet sich aus dem Nettoeinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt. Steuerklasse 3 ergibt ein höheres Netto → höheres Elterngeld. Steuerklasse 5 ergibt ein niedrigeres Netto → niedrigeres Elterngeld. Wenn absehbar ist, dass einer der Partner in Elternzeit geht, sollte dieser mindestens 7 Monate vor dem Mutterschutz in Steuerklasse 3 wechseln – damit diese Monate in die Berechnungsperiode fallen. Das ist legal und bewusst so vom Gesetzgeber vorgesehen.

Häufige Fragen zur Steuerklassenwahl

Passende Rechner