Direktversicherung Rechner 2026
Steuerfrei + AG-Zuschuss | Kapitalaufbau bis 67Monatlichen Netto-Aufwand, erwartetes Kapital bei Rente und die tatsächliche Netto-Betriebsrente nach KV und PV berechnen.
Direktversicherung berechnen
Max. steuer- & SV-frei: 322 €/Monat (2026)
Bestimmt Ihre Steuerersparnis
Einzahldauer: 27 Jahre bis zur Rente mit 67
Klassische Police: 1–3 % · Fondsgebunden: 4–6 %
Was ist eine Direktversicherung?
Die Direktversicherung ist die beliebteste Form der betrieblichen Altersvorsorge – rund 60 % aller bAV-Verträge in Deutschland werden als Direktversicherung abgeschlossen. Der Grund: Sie ist einfach zu verstehen, flexibel bei Jobwechsel und bietet klare steuerliche Vorteile.
Wie funktioniert die Direktversicherung?
Ihr Arbeitgeber schließt eine Lebens- oder Rentenversicherung bei einem Versicherer ab. Sie als Arbeitnehmer sind die versicherte Person und Begünstigter. Ein Teil Ihres Bruttogehalts fließt direkt in diesen Vertrag – das nennt sich Entgeltumwandlung. Das Kapital liegt beim Versicherer und ist damit auch bei einer Insolvenz des Arbeitgebers geschützt.
Klassisch oder fondsgebunden – zwei Varianten
Klassische Direktversicherung
Fondsgebundene Direktversicherung
Einzahlungsphase – So viel bleibt nach Förderung übrig
Die steuerfreien Grenzen 2026
Beiträge zur Direktversicherung sind bis zu bestimmten Grenzen steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Grenze orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Rentenversicherung, die jährlich angepasst wird.
BBG West 2026
8.050 €/Monat
Steuer- + SV-frei (4 % BBG)
322 €/Monat
Nur steuerfrei (8 % BBG)
644 €/Monat
Der Pflicht-AG-Zuschuss – 15 % on top
Seit 2022 gilt für alle bestehenden Direktversicherungsverträge: Spart Ihr Arbeitgeber durch Ihre Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge, muss er mindestens 15 % Ihres umgewandelten Betragsals Zuschuss weitergeben. Bei 200 € Entgeltumwandlung sind das 30 € AG-Zuschuss – ein direkter Renditebooster.
So berechnet sich Ihr Netto-Aufwand – Schritt für Schritt
Brutto-Beitrag festlegen
z. B. 200 €/Monat Entgeltumwandlung
Steuerersparnis abziehen
Bei 35 % Grenzsteuersatz: 200 × 0,35 = 70 € weniger Steuer
SV-Ersparnis abziehen
Auf max. 322 €: 200 × 20,15 % = 40,30 € weniger SV
AG-Zuschuss abziehen
200 × 15 % = 30 € AG-Pflicht-Zuschuss
Ergebnis
200 − 70 − 40,30 − 30 = 59,70 € Netto-Aufwand (70 % gefördert)
Auszahlungsphase – Was im Rentenalter ankommt
Option 1: Einmalzahlung oder monatliche Rente?
Bei Direktversicherungen können Sie meist zwischen Einmalzahlung und lebenslanger monatlicher Rente wählen. Viele Versicherte wählen die Einmalzahlung und investieren selbst weiter. Beide Optionen werden nachgelagert besteuert.
Option 2: Kranken- und Pflegeversicherung auf die Betriebsrente
Hier liegt der größte Nachteil der Direktversicherung: Betriebsrentner zahlen den vollen KV-Beitrag(ca. 16,1 % inkl. Zusatzbeitrag) und den vollen PV-Beitrag (3,4 % mit Kindern / 4,0 % kinderlos). Das sind zusammen ca. 20 % Abzug – bevor überhaupt die Einkommensteuer fällig wird.
Wichtiger Freibetrag 2026
Liegt Ihre gesamte Betriebsrente unter 176,75 €/Monat (Freibetrag für KV nach § 226 Abs. 2 SGB V), werden keine KV-Beiträge fällig. Dieser Freibetrag wird jährlich angepasst. Kleinstbetriebsrenten sind also vollständig KV-befreit.
Beispielrechnung: Thomas, 40 Jahre, 200 €/Monat
Thomas · 40 Jahre · 200 €/Monat Direktversicherung · 35 % Grenzsteuersatz · 4 % Rendite p.a. · mit Kind
Einzahlungsphase (monatlich)
Kapitalaufbau (27 Jahre bis Rente mit 67)
Auszahlungsphase (monatliche Rente auf 20 Jahre)
Kapitalwert und Rente sind Projektionswerte. Tatsächliche Rendite, Verwaltungskosten und Steuerlast im Alter nicht eingerechnet.
Direktversicherung bei Jobwechsel – Was tun?
Option A: Vertrag auf neuen Arbeitgeber übertragen
Wenn der neue Arbeitgeber dieselbe Versicherungsgesellschaft oder denselben Durchführungsweg nutzt, kann der Vertrag häufig direkt übertragen werden (§ 4 BetrAVG). Das Kapital bleibt erhalten, die Beiträge laufen nahtlos weiter. Fragen Sie beim neuen Arbeitgeber nach, ob Portabilität möglich ist.
Option B: Vertrag beitragsfrei stellen
Sie zahlen nichts mehr ein, das bereits angesparte Kapital bleibt erhalten und wird weiter verzinst. Kein Verlust des Kapitals, aber auch kein weiterer Aufbau. Sinnvoll bei kurzen Beschäftigungsphasen oder wenn der neue Arbeitgeber keine Direktversicherung anbietet.
Option C: Vertrag privat fortführen
Sie zahlen weiter – nur aus dem Netto statt aus dem Brutto. Das ist meist nachteilig, da die Steuer- und SV-Ersparnis entfällt. Nur sinnvoll, wenn der Vertrag sehr gute Konditionen hat, die Sie anderswo nicht bekommen.
