Rürup-Rechner 2026
100 % absetzbar | 2026Berechne deine Steuerersparnis durch Rürup-Beiträge (Basisrente) – inkl. Soli und Kirchensteuer.
Rürup-Steuerersparnis berechnen
Einkommen vor Steuer – Angestellte & Selbstständige
Jahresbeitrag: 6.000 € · Höchstbetrag: 29.344 €
Einzelveranlagung · Höchstbetrag 29.344 €
Kein Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft
Was ist die Rürup-Rente?
Die Rürup-Rente (offiziell: Basisrente) ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge, benannt nach dem Ökonomen Bert Rürup. Anders als bei der Riester-Rente gibt es keine direkten Zulagen – die Förderung erfolgt ausschließlich über den steuerlichen Sonderausgabenabzug: Beiträge reduzieren dein zu versteuerndes Einkommen und damit deine Steuerlast sofort.
Seit dem Jahressteuergesetz 2022 sind Rürup-Beiträge bereits ab dem Steuerjahr 2023 zu 100 % steuerlich absetzbar – ursprünglich war das erst 2025 geplant. Damit ist die Basisrente heute eine der steuerlich effizientesten Altersvorsorgeformen in Deutschland.
Im Rentenalter wird die ausgezahlte Rente nachgelagert als Einkommen besteuert. Da der persönliche Steuersatz im Rentenalter meist deutlich niedriger ist als im Erwerbsleben, entsteht durch diese zeitliche Verschiebung ein dauerhafter Steuervorteil.
Rürup 2026: Aktuelle Werte & Änderungen
Für Angestellte mit 60.000 € Brutto werden ~11.160 € GRV-Gesamtbeitrag auf den Höchstbetrag angerechnet. Tatsächlich verbleibender Rürup-Spielraum: ~18.184 €/Jahr.
Beispielrechnung: Freiberufler, 75.000 € Einkommen
Thomas, 42 Jahre, Freiberufler · 75.000 € Jahreseinkommen · 500 €/Monat Rürup · ledig
Ohne Kirchensteuer. Grenzsteuersatz 42 %. Durch den Rürup-Beitrag fällt Thomas auch aus der Soli-Pflicht heraus, was die Ersparnis zusätzlich erhöht.
Für wen lohnt sich Rürup – und für wen nicht?
Gut geeignet
- • Selbstständige & Freiberufler ohne GRV-Pflicht – voller Höchstbetrag nutzbar
- • Angestellte mit 42–45 % Grenzsteuersatz – hohe Steuerersparnis pro Euro Beitrag
- • Beamte – kein Riester-Anspruch, voller Spielraum
- • Wer Pfändungsschutz für Altersvorsorge braucht
- • Wer flexible Beitragshöhe bevorzugt (monatlich oder als Einmalbeitrag)
Weniger geeignet
- • Geringverdiener mit niedrigem Grenzsteuersatz (unter 25 %)
- • Wer flexiblen Kapitalzugriff benötigt (Kapital ist dauerhaft gebunden)
- • Wer Kapital vererben möchte (verfällt im Todesfall)
- • Kurzfristig Denkende – Vertrag läuft bis mindestens 62 Jahre
- • Wer günstige Alternativen wie ETF-Sparplan bevorzugt (niedrigere Kosten, mehr Flexibilität)
Rürup vs. ETF-Sparplan: Was ist besser?
Ein ETF-Sparplan ist flexibler, günstiger und das Kapital ist jederzeit verfügbar. Rürup punktet dagegen mit dem sofortigen Steuervorteil: Bei 42 % Grenzsteuersatz zahlt der Staat quasi fast die Hälfte deines Beitrags. Für Selbstständige ohne andere Altersvorsorge ist Rürup oft die rentablere Wahl, wenn man den Steuervorteil jedes Jahr konsequent reinvestiert.
Optimal: Kombination beider Ansätze – Rürup bis zum Höchstbetrag für den maximalen Steuervorteil, zusätzlich ETF-Sparplan für Flexibilität und freie Verfügbarkeit.
